Schaumburg hat einen Stellenwert in der Sozialpolitik
Eckhard Hülm
20. August 2011
1 Kommentar
SPD-Fraktion für kommunale Beschäftigungsförderung
LANDKREIS (hb/m). Im Juni 2010 hatte der Kreistag mit den Stimmen der SPD-Fraktion beschlossen, das JobCenter in die alleinige Trägerschaft des Landkreises Schaumburg zu übernehmen.
"Wir sehen uns durch die aktuelle Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt und die politische Linie des Bundes zur Beschäftigungsbeförderung in dieser Entscheidung bestätigt", erläutert Eckhard Hülm gegenüber der Presse. Während die Arbeitslosenquote im Bereich der Arbeitslosengeld-I-Empfänger, also bei dem beitragsfinanzierten Arbeitslosengeld, inzwischen bei nur noch 2 bis 3 Prozent liegt, verharrt die Arbeitslosenquote im Bereich des Arbeitslosengeldes II, die sogenannten Hartz-IV-Empfänger, weiterhin auf einem relativ hohen Stand. Da die Bundesregierung gleichzeitig die Förderung von Langzeitarbeitslosen erheblich zurückfahre, ist für die SPD-Kreistagsabgeordnete Merve Neumann-Tietzer die angekündigte Reform der Arbeitsmarktinstrumente damit "absolut kontraproduktiv". Sie führe dazu, so Neumann-Tietzer, dass dem JobCenter für kommunale Beschäftigungsmaßnahmen dringend benötigte Mittel nicht mehr zur Verfügung stehen. Hülm weist darauf hin, dass dies insbesondere auch den kommunalen Einrichtungen Probleme bereitet, die seit Jahren für den Erfolg der kommunalen Beschäftigungsförderung stehen und nennt für den heimischen Landkreis die Schaumburger Beschäftigungs-GmbH, die Schaumburger Initiative gegen Arbeitslosigkeit, VHS und AWO.Durch die Übernahme der Verantwortung für das JobCenter ab dem 1. Januar 2012 habe der Landkreis, so Hülm und Neumann-Tietzer, das Signal gesetzt, "dass Sozialpolitik vor Ort weiterhin einen hohen Stellenwert hat". Die SPD-Fraktion werde im Kreistag weiterhin dafür eintreten, "dass auch arbeitsmarktferne Arbeitsuchende an den ersten Arbeitsmarkt herangeführt werden und kommunale Beschäftigungsstrukturen zu diesem Zweck erhalten bleiben". Ohne die Option wären diese Chancen kaum gegeben. Zugleich würden mit ihr neue Arbeitsplätze in Schaumburg entstehen, weil von der Bundesagentur für Arbeit bisher eingekaufte Dienstleistungen nunmehr bürgernah vor Ort, zum Beispiel im Service-Center, erbracht werden.
Schaumburger Wochenblatt vom 20.08.2011 | Foto: pr
Arbeit Bürgergesellschaft Bildung und Qualifikation Familie Gesundheit Gleichstellung Kampagnen Kommunalpolitik Menschenrechte Sozialstaat Umwelt und Nachhaltigkeit
1 Kommentar zu Schaumburg hat einen Stellenwert in der Sozialpolitik
Mande
1
am 14. Januar 2012 um 17:58 Uhr
Economies are in dire satitrs, but I can count on this!
Unsere Internetseite soll eine Plattform für ernsthafte Diskussionen sein, bei dem Toleranz, Offenheit und Fairness zu den Grundprinzipien gehören. Wir begrüßen sachliche und konstruktive Inhalte, die zu einer angeregten Diskussion beitragen und der Meinung anderer Kommentatoren tolerant und unvoreingenommen begegnen. Wird gegen diese Grundprinzipien verstoßen, kann dies zur Löschung von Kommentaren führen.
Um bei uns zu kommentieren muss die eigene E-Mail-Adresse angegeben werden. Selbstverständlich wird diese E-Mail-Adresse nicht veröffentlicht und auch nicht an Dritte weitergegeben. Die Angabe einer falschen E-Mail-Adresse ist ein Verstoß gegen unsere Nutzungsbedingungen. Wir machen daher Stichproben, die dann zur Löschung von Kommentaren führen können. Mit Absenden des Formulars werden unsere Nutzungsbedingungen anerkannt.
Kommentar schreiben
(Trackback)